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Die Eigenschaften des Hörraums |
| Die Eigenschaften des Hörraums bergen nicht selten erhebliche Tücken. Grundsätzlich gilt: Warme Einrichtung für warmen Klang. Man muß nicht immer zu teuren Mitteln greifen und den gesamten Hörraum mit Echtholz vertäfeln lassen. Oft genügen kleine Maßnahmen. Eine an der Wand verlegte Bahn Samt in Höhe der Hoch- und Mitteltöner wirkt manchmal Wunder und sieht dabei sogar ganz nett aus. Hier gilt: Probieren geht über Studieren. |
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| Anders bei den oft unterschätzten Entkopplungselementen und Lautsprecherständern, auf denen die Boxen thronen sollen: Hier ist Know-How gefragt. Eine Korkplatte aus dem Bauhaus, des kleinen Bruders Isomatte oder die Lautsprecherständer vom Möbelhaus werden nicht wirklich Abhilfe schaffen, wenn das Regal fröhlich mitmusiziert oder der Boden bebt. Im Fachhandel bekommt man für relativ wenig Geld gute (und durchdachte) Stütz- und Aufstellelemente. Ein greifbarer Beweis für deren 'klangtherapeutische' Effektivität ist schon durch Handauflegen im Bereich neben oder unter dem Lautsprecher möglich, mal mit und mal ohne die Dämpfer. |
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| Symmetrie gefällt nicht nur dem Auge. Einen Almanach zur perfekten Lautsprecherplazierung gibt es jedoch nicht - schließlich werden Räume nicht von Akustik-Fetischisten entworfen, ganz zu schweigen von der Vielfalt der in Hörräumen anzufindenen Formen, Möbel und Materialien. Ein durchdachtes Verfahren zur optimalen Plazierung von Lautsprechern in Wohnräumen ist die sogenannte WASP (Wilson Audio Setup Procedure). |
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Wer seine Lautsprecher gut kennt, wird den akustischen Effekt einer guten Boxenplazierung und -dämpfung augenblicklich bemerken: Da werden Stimmen hörbar direkter, und:
Geigen wollen endlich wie Geigen klingen. |
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| Das 'Akustische Dreieck'. Vorausgesetzt, der Hörraum ist nicht besonders verwinkelt oder mit unschierigen Möbelstücken verbaut, sollten sich sowohl Lautsprecher als auch Hörplatz an den Ecken eines etwa gleichschenkeligen Dreiecks befinden. |
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| Das Verhältnis zwischen den Seiten A und B des Dreiecks zur Seite C sollte im Idealfall 1,1 : 1 sein, d.h. der Abstand zwischen Hörer und Lautsprecher ist jeweils 10% größer als der Abstand zwischen den Lautsprechern. |
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Wie bereits erwähnt, ist dies eine Frage der bestehenden Möglichkeiten. Schon der Abstand zwischen den Lautsprechern diktiert die Hörposition. Dabei ist folgendes zu beachten: Der untere Punkt des Dreiecks ist nicht zwangsläufig die beste Hörposition im Raum. |
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| Außerdem muß bei der klassischen Aufstellvariante beachtet werden, daß viele Lautsprecher sensibel auf die Größe des Dreiecks reagieren. Eine Box, die für kleine Räume konzipiert ist, klingt bei überdimensionierter Aufstellung baßschwach, kalt und müde. Andererseits klingen Riesentöner für eben riesige Räume bei unterdimensionierter Plazierung aufdringlich, dick und unpräzise. Auch das akustische Dreieck kommt ohne Hin- und Hergeschiebe kaum aus; allerdings sind die Ergebnisse einer sorgfältigen Boxenplazierung 'à la classique' im Regelfall berechenbar und klanglich solide. |
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| Sonderfall Subwoofer-Satelliten-Systeme ... Der Subwoofer sollte im Idealfall natürlich mittig zwischen den beiden Satelliten stehen, jedoch nicht auf gleicher Höhe, sondern auf einer Kreisbahn (also am Rand der schwarzen Fläche im Schema). Ist diese Plazierung nicht möglich, etwa weil der Abstand zur Rückwand nicht ausreicht, kann der Woofer an einem beliebigen Ort auf der Kreisbahn installiert werden, im äußersten Notfall auch hinter dem Hörer. |
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Abstand zu den Wänden. Besonders die Tieftöner reagieren auf eine Variation des Abstands zu rückwärtigen Wänden; je näher an der Wand, desto eher werden die Wände durch den Schall angeregt und beteiligen sich fleißig an der Tieftonproduktion. Das liegt an der Länge von Schallwellen tiefer Töne, die selbst Substanzen wie Beton und Stein anzuregen vermögen. Mit ordentlichem Schalldruck und entsprechendem Equipment könnte man sogar den Kölner Dom zum Einsturz bringen, vorausgesetzt der Ton ist tief und laut genug ... aber zurück zur Praxis. Tückisch für guten Klang sind besonders Raumecken. Denen gilt es mit Respekt und Abstand zu begegnen, zumal Sie wohl kaum aus jeder Musiksession ein Straßenfest machen möchten. Was für den Baß im Besonderen gilt, trifft auch auf die übrigen Schallwandler zu; nämlich daß eine Veränderung des Abstands zur Rückwand eine Veränderung des Klangbildes nach sich zieht. | |
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