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Was so
alles über Lautsprecher gesagt wird
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| Je größer,
desto besser? In vergangenen Zeiten wurden oftmals Gehäusevolumen
konzipiert, die jenseits aller Vernunft lagen. Zwar benötigt man (rechnerisch
betrachtet) zur satten Tieftonreproduktion ein gewisses Volumen; allerdings ist
dies mittlerweile nur bedingt richtig. Es gibt Kompaktlautsprecher, die
zahlreiche große Brüder nicht nur in Sachen Baßwiedergabe mühelos in den
Boden spielen. (Man höre sich nur die Dynaudio Contour 1.3 an.) Außerdem muß
beachtet werden, daß Titanen in kleinen Zimmern nichts zu suchen haben.
Raumakustik ist eben auch wichtig. Aber mehr dazu später. (Akustik) |
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| Viele
Boxenwege führen zum Ziel, aber nur wenige sind goldrichtig. Eine
3-Wege Billigbox dürfte gegen einen guten 2-Weger gehobener Qualität nicht die
besten Chancen haben. Der Grund dafür liegt u.a. in minderwertigen
Frequenzweichen, d.h. die Töne werden nicht richtig an die jeweils zuständigen
Töner weitergeleitet. Die Baßkalotte wummert dann schon mal fröhlich und vor
allem unkontrolliert in den Mitteltönen herum, und die Stimmen klingen
aufdringlich. Auch das andere Extrem, ein Einbruch in den Mitten, ist durchaus
drin. |
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Baßreflex
um jeden Preis? Ein Baßreflexrohr will genauestens durchkalkuliert
sein, sonst klingt der Tiefton unpräzise.
Bei ordentlichen Lautsprechern, besonders bei solchen geringer Ausmaße, kann
ein Baßreflexsystem den Tieftonbereich durchaus sinnvoll unterstützen. Grundsätzlich
gilt, wer hätte es gedacht: Ohren auf beim Boxenkauf. Gute Baßwiedergabe ist
vor allem sauber. Lassen Sie sich keinesfalls von heftigem, aber unpräzisem Getöne
beeindrucken! |
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| Was hip
ist, kann nicht gut sein: Satellitensysteme bringen's nicht? Sogenannte
SubSat-Systeme (also zwei Satellitenlautsprecher und ein Subwoofer) bieten die Möglichkeit,
auch in kleinen Räumen eine gute Boxenplazierung vorzunehmen, die mitunter
bessere Ergebnisse erzielt als manch schlechter aufgestellte Stand- oder
Regallautsprecher. Die Psychoakustik macht's möglich: Töne unterhalb von 100
Hertz kann der Mensch - egal wie sehr er es auch wollte - nicht orten. Das haben
Tontechniker, die in Studios arbeiten, schon vor etlichen Jahren gewußt. Ein
Subwoofer, dessen Einsatzbereich unterhalb von ca. 100 Hz liegt, kann also
theoretisch da plaziert werden, wo er gerade hinpaßt. Natürlich gibt es auch
hier gewisse Grundregeln. Grundsätzlich kann auch ein gutes SubSat-System
(leider gibt es davon nicht allzu viele) erste Wahl sein. |
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| Auf los
geht's los ... aber womit und wohin? Sicherlich ist das Budget
entscheidend, will man sich nicht in Schulden stürzen. Aber das dürfte sowieso
jedem klar sein. Ein recht ordentlich klingendes Einsteigersystem (CD-Player,
Verstärker) bekommt man schon für sagenhafte 1.000 Mark. Man kann natürlich
allein für die Verbindungskabel mehrere hundert Märker berappen oder 180.000
Mark für ein Paar Boxen ... Daher jedem so wie's ihm gefällt - und möglich
ist. |
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| Man
sollte ein System um die Boxen herum aufbauen. Stimmen die Boxen nicht,
steckt die Karre schon im Dreck. Also auf zum Hörtest beim Händler? |
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| Moment.
Brauchbare Geräte werden Sie beim Discounter im Regelfall nicht
finden. Der Normalverbraucher fühlt sich hier unter den Größen des
Konsummarktes sicher wohl. Allerdings ist die Beratung, wenn überhaupt
vorhanden, unsachlich, subjektiv, inkompetent und irreführend. Ich behaupte
mal, daß das kein Vorurteil ist. Auch kein Vorurteil ist, daß die Preise auch
beim noch so großen Discounter völlig normal sind und sich sogar öfter an den
unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller orientieren als beim kleinen
Experten. Hier wird der Preis noch im Haus gemacht - will meinen: Da läßt sich
immer was dran drehen. Und das lohnt. Und nehmen Sie ein paar CDs mit, die Sie
sehr gut kennen und mögen. Schließlich wollen Sie ja die Musik hören, die
Ihnen Spaß macht. Da darf man ruhig auf die Empfehlungen pfeifen, die einem
weismachen wollen, es müsse eine Jazz-CD oder Klassik sein. Empfehlenswert ist
zumindest die Auswahl diverser Musikrichtungen, damit ein möglichst breites
Spektrum abgedeckt wird. |
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Turmbau
zu Babel? In erster Linie sollten Sie Ihrem Gehör vertrauen. Und sich
Zeit lassen. Ein guter Händler wird die nötige Geduld zweifellos mitbringen
und ist kaum gewillt, potentielle Käufer zwischen Tür und Angel zu beraten. Da
können schon einmal ein, zwei oder mehr Stündchen ins Land ziehen. Legen Sie
zwischendurch Pausen ein, damit die Konzentration nicht absinkt. Gefällt Ihnen
die eine oder andere Box, behalten Sie diese im Auge und ziehen Sie am Ende nach
einer weiteren Hörpause auf jeden Fall einen Vergleich zwischen Ihren
bisherigen Favoriten. Ich nenne hier nur ein paar Anhaltspunkte, die bei der
Orientierung hilfreich sein können:
- Klingen männliche und weibliche Stimmen natürlich? Sind sie lebendig,
aufdringlich, müde oder lustlos?
- Ist der Baß konturiert und präzise oder aufdringlich, dick und unsauber?
- Wie ist die räumliche Abbildung? Klingen die Aufnahmen weiträumig oder
flach?
- Werden Details abgebildet oder unterschlagen?
- Klingt die Box aufdringlich oder luftig?
- Klingen Percussion-Instrumente lebendig und plastisch? |
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Ohm
lebt! Jeder Lautsprecher hat eine bestimmte Nennimpedanz. Die
elektrischen Ströme müssen einen Widerstand überwinden, bevor sie von den
Lautsprechern in Schall umgewandelt werden. Der Hersteller nennt einen
Impedanzwert, dieser liegt im Regelfall bei 4 oder 8 Ohm. Allerdings ist dieser
Widerstand nicht konstant: So kann eine 4-Ohm-Box je nach Frequenzbereich einen
Impedanzverlauf bis unter 1 Ohm aufweisen, und dann wird's schwierig.
Das vom Verstärker transformierte Signal wandert durchs Lautsprecherkabel und
stößt schließlich auf diesen Widerstand. Je kleiner der Widerstand, desto
mehr Ampère müssen 'ohrenblicklich' vom Netzteil des Verstärkers
bereitgestellt werden. Es gibt es auch pflegeleichte Boxen, deren
Impedanzverhalten sehr linear ist und nicht in kritische Bereiche absackt.
Grundsätzlich kann man jedoch erwarten, daß ein 8-Ohm-System tendenziell
weniger Schwierigkeiten mit kleinen Verstärkern macht als 4-Ohmer. Aber vor der
Theorie steht immer und grundsätzlich der Hörtest! |
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