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Ist eine Vorverstärker/Endstufenkombination
nicht immer besser als ein Vollverstärker?
In der Vergangenheit war
das eher dar Fall als heute, denn früher hatte jeder Verstärker standardmäßig
einen Phonoeingang (für den analogen Plattenspieler). Dieser hochsensible
Verstärkerteil war schwierig im selben Gehäuse brummfrei unweit eines
kräftigen Netztransformators (Magnetfeld) unterzubringen.
Heutige Vollverstärker beinhalten diese Verstärkerstufe meist nicht mehr,
wodurch sich der eigentliche Vorverstärker nur noch auf sehr wenig
(unempfindliche) Elektronik reduziert. Somit spricht absolut nichts mehr
dagegen, sehr leistungsstarke und gleichzeitig hochwertige Vollverstärker
herzustellen.
Klingt ein
leistungsstarker Verstärker bei kleineren Lautstärken nicht besser?
Boxen mit normalem Wirkungsgrad (ca.
90dB/1Meter) in Zimmerlautstärke betrieben, fordern kaum mehr als 1 Watt vom
Verstärker!
Jeder moderne Verstärker hat einen (weit
über- und unter dem menschlichem Hörvermögen reichenden)
Amplitudenfrequenzgang, als wäre er mit einem Lineal gezogen worden! Das ändert
sich auch bei kleinen Pegeln nicht. Ein leistungsstarker (billiger) Verstärker
bietet hier keinerlei Vorteile. Meist ist ein leistungsschwächerer, dafür aber
stromstabiler Verstärker mit sehr guter Schaltungstechnologie hörbar
besser.
Ist eine
symmetrische Verbindungsleitung vorzuziehen?
Das hängt von der Schaltungstechnologie
der Geräte ab. Oft sind auch billigere Hi-Fi Komponenten mit symmetrischen
XLR-Ein- und Ausgänge ausgerüstet, aber intern sind sie unsymmetrisch
aufgebaut. Bei diesen Geräten bringt das eher nichts. Anders verhält
sich das bei Geräten, die tatsächlich symmetrische Schaltungstechnologie
beinhalten, meist ist das aber nur bei den hochpreisigen High-End Komponenten
der Fall.
Ist ein Receiver
nicht klanglich schlechter als ein Vollverstärker?
Dafür gibt es keinen Grund! Gute
Hersteller rüsten ihren vorhandenen und bewährten Verstärker einfach
mit der Platine des ebenso bewährten hauseigenen UKW-Tuners auf, und
schon entsteht ein tadelloser Receiver.
Ist die Tonquelle
nicht das Wichtigste jeder Hi-Fi Anlage?
Jede Hi-Fi Anlage klingt nur so gut
wie das schwächste Glied in der Kette. Die Tonquelle bildet dabei
allerdings den Beginn dieser Kette (abgesehen von der Aufnahmequalität
des Tonträgers und von der Raumakustik!). Wichtig ist es, ein qualitativ
ausgewogenes Verhältnis aller Komponenten zueinander zu erzielen.
Als "Faustregel" gilt: Soviel wie eine Tonquelle und der Verstärker
zusammen sollte etwa auch das Lautsprecherboxenpaar kosten.
Klingt eine
3-Wege Lautsprecherbox nicht grundsätzlich besser als eine 2-Wege Box?
Umso mehr unterschiedliche
Lautsprecherchassis in einer Box eingebaut sind, umso mehr störende Übergangsfrequenzbereiche
und Schallquellen gibt es! Der Idealfall wäre ein einziges Chassis
pro Box, das alle Frequenzen gleichmäßig gut abstrahlt. Dadurch könnte auch
die problembehaftete Frequenzweiche entfallen. Da es so ein Chassis aber
nicht gibt, muss der Konstrukteur den Kompromiss einer Chassiskombination
eingehen. Weniger ist dabei aber meist mehr!
Ganz global kann gesagt werden, dass die Aufteilung in mehrere
Frequenzbereiche (Chassis) nur den Vorteil von höherem unverzerrten
Schalldruck (Lautstärke) ermöglicht.
Kompaktbox oder
Standbox?
Ein Kompaktboxenpaar kann bei gleichem
Konstruktionsaufwand und richtiger Aufstellung genauso gut klingen wie
ein Standboxenpaar. Einschränkungen gibt es nur im Bereich der untersten
Oktave, hier hat die Standbox durch das größere Gehäusevolumen und
der meist größeren Membranfläche des/der Basslautsprecher auch mehr
Klangvolumen.
Bringt Bi-Wiring
besseren Klang?
Das ist umstritten, und es ist nicht
logisch erklärbar warum das so sein soll. Viele der hochwertigsten und sehr
teueren Boxen von namhaften Herstellern haben diesen Doppelanschluss gar nicht!
Jedenfalls hat sich ein gutes Lautsprecherkabel als klanglich besser
erwiesen als zwei um den gleichen Preis!
Wie wichtig ist
die Verkabelung wirklich?
Hier wird gerne "ein bisschen
mehr" als notwendig empfohlen! Trotzdem ist eine gute Verkabelung hörbar,
etwa 5-10% des Anlagepreises sollte darauf entfallen. Am besten ist es aber, vor
dem Kauf zu testen.
Ist es nicht
verfrüht in eine Mehrkanalanlage zu investieren?
Der jahrelange Systemstreit ist längst
vorbei. Wer ganz sicher sein will, sollte aber darauf achten, dass die
entscheidenden Geräte "upgradebar" sind (DVD-Player und Prozessor).
Die guten Geräte werden auch nicht billiger, Qualität hat immer seinen
Preis.
Kann ein
DVD-Player auch CD's befriedigend abspielen und diesen ersetzen?
Die DVD-Player der neuen Generation können
auch CD's sehr gut wiedergeben, sie entsprechen dabei etwa einem halb so teueren
CD-Player. Falls aber vorerst ohnehin nicht an eine mehrkanalige Anlage
gedacht wird, ist die Anschaffung eines CD-Players vorzuziehen.
Können mit einem
DVD-Player auch selbstgebrannte CD's wiedergegeben werden?
Die Geräte der neueren Generation
besitzen meist 2 Lasereinheiten und sind dafür geeignet. Je nach Art des
Rohlings können aber auch Geräte mit nur einer Lasereinheit dazu in der Lage
sein.
Warum stocken
einige DVD's etwa in der Mitte der Spielzeit?
Das ist dann der Fall, wenn es sich um
eine DVD mit 2 "Layern" handelt. Viele DVD's besitzen zwei übereinanderliegende
Datenschichten. Beim Übergang zum zweiten Layer muss der Laser neu fokussiert
werden und dadurch wird kurzzeitig (ca. 2 Sekunden) die Wiedergabe unterbrochen.
Kann ein
besonders lichtstarker Projektor auch bei Tageslicht verwendet werden?
Absolut nein! Das hat auch eine
sehr "einleuchtende" Erklärung: Schwarz kann nicht projiziert
werden, Schwarz muss "da sein", also muss die weiße Leinwand
schwarz werden, und das wird sie nur, wenn der Raum völlig abdunkelt wird. Bei
einem Fernsehgerät funktioniert das nur, weil der Hintergrund der Bildröhre
schwarz ist.
Kann beim
Heimkino und bei Verwendung von vorderen Standboxen auf den Subwoofer verzichtet
werden?
Nur bedingt, viele Filmeffekte
bauen sehr stark auf einen kräftigen Subwoofer auf. Für die Musikwiedergabe
von DVD-Musikvideos ist dieser aber nicht ganz so wichtig.
Wie wichtig
ist bei der Mehrkanalwiedergabe der Centerlautsprecher?
Extrem wichtig! Da sich die meisten Dialoge beim Film und auch
der Schwerpunkt des Musikgeschehens bei der Konzertwiedergabe bildmittig
abspielt, kommt dieser Box eine dominante Funktion zuteil. Die Frontlautsprecher
links und rechts werden dann praktisch nur noch zu Effektboxen
"degradiert".
Was ist besser-
direkt strahlende Surroundboxen oder Dipole?
Das ist Geschmacksache, aber es hat sich
herausgestellt, das "Heimcineasten" die fast nur Spielfilme schauen,
eher zu den Dipolen neigen. Für die Musikwiedergabe scheinen direktstrahlende
Boxen beliebter zu sein.
Kann eine
bestehende Zweikanalanlage auf eine Mehrkanalanlage aufgerüstet werden?
Das ist ohne jede Einschränkung möglich,
dazu genügt ein freier Hochpegeleingang am Stereoverstärker. Dieser Verstärker
ist dann weiterhin für die vorderen Boxen zuständig. Bei Bedarf kann dann mit
einem Knopfdruck wieder auf die zweikanalige Wiedergabe umgeschaltet werden.
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