|
Tips für Einsteiger!
Der beste Weg zur Car Hifi Anlage
Wer mehr als ein Autoradio mit Lautsprechern möchte, sollte sich vor dem Kauf der ersten Komponenten ein paar Gedanken machen, denn über die Klangqualität entscheiden die Gerätekombinationen und der Einbau.
Der eine Fahrer wird mit einem einfachen CD - Tuner, drei Verstärkern, vielen Lautsprechern und großen Subwoofern genauso glücklich wie ein anderer mit einem MD - Reciver plus CD Wechsler und einer Vierkanalendstufe mit Frontlautsprechern und "normalen" Subwoofer. Bevor Sie hier und dort ein "Schnäppchen" kaufen und später Geräte austauschen, die dann doch nicht ins Konzept oder ins Fahrzeug passen, sollten Sie vorab einige Fragen klären:
DAS AUTORADIO
Das Autoradio ist die Schaltzentrale der Car-Hifi-Anlage. Welche Variante Sie einsetzen hängt von Ihren Ansprüchen ab. Vor dem Kauf eines Cassettenradios mit Wechsleranschluß gilt es, einige Fragen zu bedenken: Brauchen Sie wirklich noch Cassetten? Wenn ja, sollten Sie den Wechsler gleich mitkaufen. Hat Ihr Auto beispielsweise erst einmal ein Werksradio, kann meist kein peisgünstiger CD- Wechsler mehr ergänzt werden. Mittlerweile sind MD-Receiver auch preislich eine Alternative zur Cassette. CD - Tuner eignen sich eher für Kurzstreckenfahrer, Langstreckenfahrer sollten auch einmal über die Kombination aus CD - Tuner und CD - Wechsler nachdenken.
Das hochwertige Geräte meist besser klingen, besseren Empfang und durchdachtere Bedienungskonzepte bieten, beweisen die Tests immer wieder. Bei den Ausgangswerten ist darauf zu achten, daß die nachfolgenden Komponenten mit dem Radio harmonieren. So verträgt beispielsweise nicht jede Endstufe die 4 Volt Ausgangsspannung moderner Autoradios.
DIE LAUTSPRECHER
Die Lautsprecher müssen zum Fahrzeug passen und im Hinblick auf die Gesamtkombination ausgesucht werden. Der Musikgeschmack spielt hier eine entscheidene Rolle. Das wichtigste sind die Frontlautsprecher. Diese sollten direkt nach dem Autoradio gekauft werden und so gut wie möglich sein, da sie für ein gutes Frontstaging (Stereobild) verantwortlich sind! Möchte man später eine Endstufe (Verstärker) ergänzen, steht der Klang bei der Lautsprecherwahl im Vordergrund, sonst sollte auf guten Wirkungsgrad geachtet werden.
Je besser der Einbauort akustisch, umso geringer ist der Einbauaufwand. Sind für Türlautsprecher hoch liegende Einbauplätze vorgesehen, reichen Koaxialsysteme. Tiefliegende Öffnungen erfordern Zweiwegesysteme, damit wenigstens der Hochtöner akustisch günstig platziert werden kann. Zu kleine Originalöffnungen erfordern für Tür- oder Kickpaneele. Armaturenbrettlautsprecher benötigen zusätzliche Midbässe in den Türen. Hecklautsprecher sind Geschmacksache: Bei wirklich guten Frontlautsprechern kann man eigentlich darauf verzichten. Wer den Raumklang im Fahrzeug verbessern möchte, darf im Heck ruhig Koaxialsysteme einsetzen und diese bei entsprechend hohem Wirkungsgrad mit dem Autoradio betreiben. Zweiwegesysteme lohnen sich nur bei aufwendigen Anlagen.
DER SUBWOOFER
Bei Subwoofern gibt es eine reichhaltige Auswahl, und jeder Subwoofertyp hat seinen speziellen Einsatzzweck!
Free-Air-Chassis laufen nicht im Gehäuse und umgekehrt. Geschlossene Gehäuse klingen besonders sauber, benötigen aber für ordentlichen Druck recht viel Verstärkerleistung. Bassreflexkisten bieten besseren Wirkungsgrad und kommen dadurch mit weniger Leistung aus, sie haben jedoch nicht immer die kleinsten Abmessungen, Bandpässe bieten jede Menge Tiefbassdynamik, benötigen allerdings manchmal die Ergänzung von Kickbässen oder zumindest großformatige Frontlautsprecher.
Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Gehäusekonstruktionen, die alle spezifische Vor- und Nachteile aufweisen.
DER VERSTÄRKER
Subwoofer kommen nicht ohne Verstärker aus, da tiefe Töne die meiste Leistung benötigen und am ehesten im Fahrgeräusch untergehen. Zumindest eine vernüftige Zweikanalendstufe sollte in die Car-Hifi-Anlage integriert werden. Trimodeverstärker können in Verbindung mit trimodetauglichen Subwoofern gleichzeitig die Frontlautsprechern ansteuern. Ideal ist eine Vierkanalendstufe: Integriete Aktivweichen vorausgesetzt, kann man so den Subwoofer und die Frontlautsprecher antreiben. Ergänzt man später eine Bassendstufe, können die Hecklautsprecher anstelle des Subs an die Vierkanalendstufe geklemmt werden. Wer einen Aktivsubwoofer sein Eigen nennt, sollte zumindest die Frontlautsprecher über eine klangstarke Endstufe betreiben.
DER PROZESSOR
Klangprozessoren werden oft als Spielzeug abgetan. Richtig eingesetzt sind sie jedoch sinnvoll.
*Time-Delays sind fürs Stereobild immer Gold wert. Hierbei wird das Signal für den näher plazierten linken Lautsprecher zeitverzögert, der rechte bleibt unangetastet, das Frontstaging rückt somit aus der Fahrzeugmitte zum Fahrersitz.
*Equalizer sollten lediglich eine ungünstige Fahrzeugakustik begradigen und keineswegs Einbaufehler ausbügeln. Außerdem machen erst parametrische Equalizer oder grafische mit mindestens 2*15 Reglern Sinn.
*Raumklangprozessoren sind das Richtige für das angehende Surround-Zeitalter. Mit dieser Technik machen nicht nur die immer zahlreicheren in Surroundtechnik abgemischten CDs doppelt soviel Spaß, sondern auch normale CDs. Analoge Geräte sind leichter einzustellen, digitale bieten mehr Effekte.
*Bassprozessoren gibt es unterschiedlichster Bauart: als Bassequalizer, Tiebassregenerator, Midbassprozessor oder eine Kombination aus allem. Eines haben alle gemeinsam: Richtig eingesetzt, bereiten sie einen Riesenspaß!
DAS ZUBEHÖR
Wer beim Zubehör spart, spart am falschen Ende. So sind dicke Stromkabel, kontaktfreudige Verteiler und klangstarke Cinchkabel (wird oft vernachlässigt!) eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Doch auch die richtigen Lautsprecherkabel beeinflussen den Klang.
Wer seiner Batterie etwas gutes tun möchte, der klemmt einen hochwertigen Strompufferkondensator an die (Bass-) Endstufe - straffere und durchzugskräftigere Bässe sowie einen detailgetreueren Mittelhochtonbereich gibts gratis dazu!
DER EINBAU
Beim Einbau gespart heißt am Klang gespart. Wer gute Komponenten im Fachhandel kauft und danach optimal einbaut, darf sich im Fahrersitz zurücklehnen und seine Lieblingsmusik genießen.
|