MPEG-1 Layer 3 - MP3
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| MPEG-1 Layer 3 - MP3 |
Der dritte Layer ist der wohl bekannteste Layer. Erst mit MP3 schaffte die verlustbehaftete Kompression von Audiodaten ihren Durchbruch. Aus technischer Sicht unterscheidet sich MP3 deutlich von den beiden anderen Layern: Es wird eine sogenannte Hybrid-Filterbank eingesetzt, d.h. zuerst wird auch in MP1/2 eingesetzte Filterbank gefolgt von einer MDCT abgearbeitet. Die Frequenzauflösung wird durch die MDCT von 32 auf maximal 576 Frequenzbereiche erhöht. Bei tiefen Frequenzen kann somit eine Auflösung erreicht werden, die besser dem menschlichen Gehör angepaßt ist. Da durch die Transformation mittels der MDCT bei speziellen Signalen die Zeitauflösung nur ungenügend ist, wurden zwei verschiedene Blocklängen eingeführt. Die sogenannten "short blocks" besitzen eine Länge von 384 Samples gegenüber 1152 Samples bei "long blocks" und können damit eine hinreichend hohe Zeitauflösung bieten. Bei den Layern 1 und 2 ist eine solche Maßnahme nicht notwendig. Eine andere Erweiterung stellt die Ergänzung des "Joint Stereo" um das "Mid/Side"-Coding dar. Bei diesem wird nicht der linke und rechte Kanal (L/R), sondern ein Mitten- und Seitenkanal (M=(L+R)/2, S=(L-R)/2) übertragen. Bei monoartigen Signalabschnitten kann bei diesem Verfahren die Kompression erhöht werden. Obwohl zu Beginn des MP3-Hypes mit CD-Qualität bei 128 kbps geworben wurde, hat sich mittlerweile eine Bitrate im Bereich von 160-192 kbps etabliert. Dies liegt wohl zum einen an den seitdem schneller gewordenen Download-Verbindungen und den gesunkenen Preisen für HD-Speicherkapazität als auch dem gestiegenen Wunsch nach maximaler Qualität.
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